CO₂-Tenside: Der Game-Changer 2025 | Econic Recreaire™

Während sich der Schwerpunkt der Beauty-Inhaltsstoffe in den letzten Jahren auf „Nachhaltigkeit“ konzentrierte, wird sich die neue Erzählung im Jahr 2025 auf eine noch bahnbrechendere Technologie konzentrieren: die Verwendung von Kohlendioxid zur Herstellung von Hochleistungstensiden.
Für viele klingt das unglaublich – ist CO₂ nicht einfach ein Treibhausgas? Welchen Zusammenhang gibt es mit kosmetischen Tensiden? Dieser Artikel beleuchtet die weniger bekannte Seite und erkundet die neueste Technologie für kosmetische Tenside.
Es wird davon ausgegangen, dass die Einführung der Recreaire™ Carbonatethoxylat-Tenside – der weltweit ersten Tensidreihe mit CO₂ als Hauptrohstoff – durch das britische Unternehmen Econic Technologies den Eintritt des Sektors für Schönheitsinhaltsstoffe in die dritte Phase der Innovationszyklen markiert, in deren Mittelpunkt die „Kohlenstoffabscheidung und -nutzung“ steht.

Teil 01: CO₂ Backbone – Eine disruptive Plattformtechnologie

Technologische Innovation: Einbettung von CO₂ in die Molekülstruktur

Herkömmliche Alkoholether-Tenside basieren häufig in hohem Maße auf petrochemisch gewonnenem Ethylenoxid, wobei ihre Herstellung zwangsläufig mit dem Verbrauch fossiler Brennstoffe und Kohlenstoffemissionen verbunden ist.
Der entscheidende Durchbruch von Recreaire™ liegt in seiner Plattformtechnologie. Während der Synthese werden bis zu 45 % der aus industriellen Abgasen gewonnenen CO₂-Moleküle auf raffinierte Weise eingearbeitet und „eingebettet“, wodurch durch katalytische Reaktionen brandneue Carbonatethoxylate entstehen.
Simon Bennett, Commercial Director of Tensids bei Econic, erklärte zuversichtlich: „Recreaire™ ist eine bahnbrechende Technologie.“

Anpassbare Funktionen: Die ideale Alternative zu FAE

Die Recreaire™-Technologie produziert nicht nur „Mainstream“-Tenside, die den Grundbedarf decken, sondern ermöglicht auch eine präzise Anpassung von Molekülen mit besonderen Eigenschaften durch Anpassung der CO₂-Einbaumengen.
Es gilt als die ideale Alternative zu Fettalkoholethoxylate (FAE) und kann unter anderem in Hochleistungs-Ethoxysulfaten eingesetzt werden.
CO₂-Tenside

Teil 02: Anpassbare Leistung und Formulierungsfreundlichkeit – Einzigartige Vorteile, die durch den CO₂-Gehalt bestimmt werden

Econic hat zunächst drei Konzeptprodukte als gleichwertigen Ersatz für herkömmliche FAE auf den Markt gebracht:
Produkt-ModellHauptfunktionenAnwendungsgebiete
Recreaire™ 10RC30Variable CO₂-EinarbeitungsmengenI&I Reinigung, Körperpflege
Recreaire™ 13RC28Besondere Merkmale und VorteileBeschichtungen, Landwirtschaft
Recreaire™ 14RC21Erfüllt anspruchsvolle AnforderungenMetallbearbeitungsflüssigkeiten, Schmiermittel

Formulierungsfreundliche Eigenschaften („Vier Vorteile“)

  1. Lässt sich nahtlos in herkömmliche nichtionische, anionische und kationische Formulierungssysteme integrieren.
  2. Die flüssige Form gewährleistet eine hervorragende Fließfähigkeit und Verarbeitbarkeit und erleichtert die Produktion und das Mischen.
  3. Geruchlos oder geruchsarm, ideal für hochwertige Hautpflege- und transparente Reinigungsprodukte.
  4. Behält die Stabilität über einen weiten pH-Wert- und Temperaturbereich bei.
Anthea Blackburn, Technische Direktorin für Tenside bei Econic, fügte hinzu: „Indem sie das Potenzial von CO₂-Molekülen freisetzen, zeigen Recreaire™-Tenside überzeugende Stärken sowohl hinsichtlich ihrer technischen Leistung als auch ihrer Nachhaltigkeit.“

Teil 03: Unübertroffene Umweltzertifikate und CO2-Daten

Die Einführung von Recreaire™ stellt eine starke grüne Barriere für nachgelagerte Marken dar und bietet Lösungen für die immer strengeren Anforderungen an LCA (Life Cycle Assessment) und „Kohlenstoffdaten“.

Kerndaten zum Kohlenstoff: Bis zu 65 % weniger GWP

Im Vergleich zu herkömmlichen FAE kann die Verwendung von Recreaire™ die Treibhauspotenzial (GWP) um bis zu 65 %. Beim Vergleich hydrophober Komponenten allein kann die Kohlenstoffemissionsreduzierung sogar 75%.

Hervorragende „Grüne Referenzen“

Credential Vorteil
CO₂ aus IndustrieabgasenKonkurriert nicht mit Nahrungsmitteln um Land und entspricht nachhaltigen ethischen Grundsätzen.
Frei von 1,4-DioxanKein Risiko der Bildung potenzieller Karzinogene während der Produktion.
Biologisch abbaubarEntspricht den OECD-Teststandards für biologische Abbaubarkeit.
Kompatibel mit bestehenden ProduktionslinienFunktioniert mit aktuellen Alkoxylierungsgeräten, sodass keine massiven Gerätemodifikationen erforderlich sind.
Recreaire™ ist nicht nur eine Innovation in der Kosmetikindustrie, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des breiteren Produktportfolios von Econic im Bereich erneuerbarer Kohlenstofftechnologie. Die erfolgreichen Vermarktungserfolge der aus CO₂ hergestellten Polyolprodukte von Econic bestätigen die Reife der Technologie.

Erklärung: Was ist die Recreaire™-Technologie?

Recreaire™ ist eine innovative Technologie des britischen Unternehmens Econic Technologies zur Herstellung von Hochleistungstensiden unter Verwendung von Kohlendioxid. Während der Synthese werden durch katalytische Reaktionen bis zu 45 % CO₂-Moleküle in die Molekülstruktur eingebaut, wodurch brandneue Carbonatethoxylate entstehen.
Econic Technologies wurde 2011 von Professor Charlotte Williams von der Universität Oxford gegründet und hat die Finanzierungsrunde D abgeschlossen. Dabei wurden mit Investitionen von 13 Institutionen, darunter CM Venture Capital, insgesamt 46.8 Millionen US-Dollar aufgebracht.
Econic hat derzeit zunächst drei Konzeptprodukte als gleichwertigen Ersatz für herkömmliche FAE auf den Markt gebracht: Recreaire™ 10RC30, Recreaire™ 13RC28 und Recreaire™ 14RC21. Recreaire™ 10RC30 eignet sich für die Reinigung in Industrie und Gewerbe sowie für die Körperpflege, Recreaire™ 13RC28 für Beschichtungen und die Landwirtschaft und Recreaire™ 14RC21 für Metallbearbeitungsflüssigkeiten und Schmiermittel.

Was ist FAE? Warum wird es irgendwann ersetzt?

  1. Die traditionelle Produktion von FAE basiert auf petrochemisch gewonnenem Ethylenoxid und verbraucht dabei fossile Brennstoffe. Sollten künftig umweltfreundlichere und kostengünstigere Produktionstechnologien auf den Markt kommen, dürfte der Marktanteil von FAE allmählich sinken.
  2. Darüber hinaus ist FAE selbst zwar relativ sicher, bei der Herstellung können jedoch Nebenprodukte wie 1,4-Dioxan entstehen, die potenzielle Gesundheitsrisiken bergen.

 

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